Saisonrückblick wC1 (WOL): 3. Platz, 20:6 Punkte und 366:298 Tore

Nach dem 5. Platz in der Landesliga-Vorsaison ging es für die C1 unter dem Trainergespann Thomas Schott/Denise Hauser/Majken Johansen zunächst zum Saisonabschluss in den Osterferien auf das internationale Turnier in Arnheim. Krönung des viertägigen Ausflugs nach Holland, der noch sehr lange im Gedächtnis aller Spielerinnen und Betreuer bleiben dürfte, war schließlich der überraschende Turniersieg mit rundum strahlenden Gesichtern.

Mit dem klaren Ziel „Württemberg-Oberliga 19/20“ hieß es dann aber früh wie nie bereits am ersten Aprilwochenende in die Bezirksvorquali zu starten. Gegen unsere junge C2 und den HC Winnenden gab es zwei deutliche Siege, die ersten Pflichtaufgaben waren erfüllt. Zur Vorbereitung auf die weiteren Qualirunden besuchte die Truppe Ende April das bestens organisierte Turnier in Schwabmünchen, den LEW-Jugendcup. Gegen vollkommen unbekannte Teams aus Bayern spielte die Truppe ordentlich auf und konnte sich im starken Teilnehmerfeld am Ende über einen guten 3. Platz freuen. Lediglich gegen die Landesauswahl des HV Bayern gab es im Halbfinale die einzige Niederlage, erschöpft ging es nach einem langen Tag mit dem SG-Bus wieder auf die Heimreise.

Am zweiten Bezirksqualispieltag in Möhringen festigten die SG-Mädels Platz 2 im Bezirk. Der 8:11-Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers folgte ein klarer 19:9-Sieg gegen den HSC Schmiden/Oeffingen, die spannende Frage war nun, welches der Top-Teams aus den anderen Bezirken in der HVW-Quali die SGW zugelost bekommen würde. Es kam, wie es kommen musste: Ausgerechnet das Team der SG Schozach/Bottwartal von Marc Däuble, mit dem man freunschaftlich verbunden ist und schon gemeinsame Trainingslager absolviert hatte, fiel zusammen mit dem TV Spaichingen und dem TV Altenstadt und der SGW in die Qualigruppe 2. Gleich im ersten Spiel kam es zum Showdown gegen den Nachwuchs des Drittligisten aus Beilstein. Vor heimischem Publikum zeigten die SG-Mädels, dass sie unbedingt den Gruppensieg wollten und spielten sich in einen wahren Rausch – 21:9 nach 25 Minuten! Damit war das Oberliga-Tor bereits nach dem ersten der sechs Quali-Spiele ganz weit aufgestoßen worden. Die einseitigen Spiele gegen Altenstadt und Spaichingen wurden deutlich gewonnen, am Rückspieltag bereits eine Woche später zitterte sich die SG gegen Schozach zu einem knappen 14:13-Sieg und durfte sich damit über die dann doch souveräne Qualifikation zur Württemberg-Oberliga, zu diesem Zeitpunkt bereits der größte Erfolg einer C-Jugend in der SG-Historie, freuen.

Bis zu den Sommerferien wurde in den Beach-Modus geschalten und neben Trainingseinheiten in Bartenbach mit den Otternasen auch die Turniere beim TV Jahn Göppingen und der TG Geislingen auf Sand gespielt und auch gewonnen – die Beach Racoons haben gezeigt, dass sie es nicht nur in der Halle können. Bevor es in die wohlverdiente Sommerpause ging, versuchten sich die Mädels auch noch auf Rasen und konnten den Berolino-Cup in Ostdorf mit einem Turniersieg abschließen.

Als Warmup für die anstehende Oberligasaison spielten die SGlerinnen am letzten Sommerferienwochenende das traditionell gut besetzte Hallenturnier bei der HB Luwigsburg. Mit einem dritten Platz und vor allem Spielpraxis nach der langen Sommerpause war das Trainerteam vor Rundenstart mit der Entwicklung äußerst zufrieden und blickte optimistisch in Richtung Saisonstart auswärts bei der SG Ober-/Unterhausen. Trotz der unglaublichen Anspannung aller Beteiligten vor dem ersten Oberliga-Spiel gab es den Saisonstart nach Maß: Die SG-Mädels spielten hochkonzentriert und fuhren beim souveränen 22:10-Auswärtssieg die ersten beiden Punkte ein. Die Fortsetzung fand eine Woche später zu Hause gegen das TEAM Esslingen statt, beim 35:12-Heimsieg sahen die zahlreichen Zuschauer in der Beutelsbacher Halle eine Mannschaft, die sich wahrlich in einen Rausch spielte und den Gästen von der ersten Minute die Grenzen aufzeigte. Das nächste Highlight sollte eine Woche später folgen: Es ging nach Österreich zum Vorarlberger Vorzeigeclub SSV Dornbirn/Schoren. Umrahmt in ein komplettes Mannschafts-Event-Wochenende verbrachte die Mannschaft zwei tolle Tage am Bodensee mit Trainingseinheiten, Bowling, Lasertag, Pizza-Essen, Spieleabend, Early-Bird-Jogging vor dem Frühstück, Kino und schließlich auch noch dem erfolgreichen Handballspiel (28:20) gegen den Erstliganachwuchs aus Österreich. Mit zwei Punkten im Gepäck und dem verdienten Zwischenstopp bei McDonalds ging es bestens gelaunt am Sonntag Nachmittag wieder zurück nach Weinstadt.

Mit 6:0-Punkten sollte nun der erste Dämpfer folgen – es ging gegen den Klassenprimus und Favoriten, die Stuttgarter Kickers. In keiner Phase des Spiels konnten die Weinstädterinnen ihr Leistungsvermögen abrufen, während den Gästen nahezu alles gelang. Mit hängenden Köpfen und einer bitteren 21:33-Niederlage galt es nun, das Spiel schnell abzuhaken und den Kopf frei zu bekommen für das bereits eine Woche später angesetzte Duell gegen das nächste Top-Team, den SV Kornwestheim. Mit dem bis dato besten Saison-Auftritt begeisterten die SG-Mädels 40 Minuten lang nicht nur das Trainerteam sondern auch das Weinstädter Publikum. Die zwischenzeitliche 13-Tore-Führung wurde leider in den letzten zehn Minuten leichtfertig hergeschenkt, was die Freude über den unerwarteten 35:28-Sieg etwas dämpfte und sich in der Endabrechnung dann auch bitter rächen sollte.

Ohne weitere Punktverluste wurde die Hinrunde nach Siegen gegen die H2Ku Herrenberg (35:23) und die SV Leonberg/Eltingen (30:26) mit 12:2 Punkten als Tabellenzweiter abgeschlossen, vor der Weihnachtspause gab es zum Rückrundenauftakt gegen die SG Ober-/Unterhausen schließlich noch einen klaren 31:16-Heimsieg.

Der spontanen Einladung nach Raststatt zum Vorbereitungsturnier Rotenfels-Cup am Dreikönigs-Tag folgte die SG gerne. Dass im starken Teilnehmerfeld unter anderem nach Siege gegen die 2006er-Auswahlmannschaften der Landesverbände Pfalz, Baden und Südbaden der Turniersieg heraussprang war doch etwas überraschend, wurde aber natürlich gerne mitgenommen.

Vier Wochen – fünf Spiele hieß es dann ab Mitte Januar für die jungen Weinstädterinnen. Geplagt von Verletzungssorgen (Julie Gräter, Lena Proft, Cora Proft und Franka Schott fielen mehr oder weniger komplett aus) war bereits im ersten Spiel nach der Winterpause gegen das TEAM Esslingen mächtig Sand im Getriebe. In einem nervenaufreibenden und bis zum Ende hochspannenden Spiel wurde der Sieg (26:23) zwar noch über die Ziellinie gerettet, von der Leichtigkeit der Hinrunde war aber nicht mehr allzu viel zu spüren. Im Rückspiel gegen die Kickers hatte die SG erneut wenig entgegenzusetzen und musste sich stark ersatzgeschwächt überdeutlich mit 17:33 geschlagen geben. Eine Woche später ging es auswärts beim SV Kornwestheim darum, den zweiten Platz zu verteidigen. Obwohl die Ausgangslage nach dem 7-Tore-Hinspielsieg eigentlich sehr ordentlich war schafften es die SG-Mädels an diesem Tag nicht, den Kopf frei zu bekommen und 50 Minuten so dagegen zu halten, dass es am Ende hätte reichen können, es setzte die bitterste Niederlage (28:37) der Saison. Am 16. Februar gegen die H2Ku Herrenberg gab es schließlich den 10. Sieg im 13. Spiel – dass das bereits das letzten Oberliga-Spiel sein würde konnte zu dem Zeitpunkt noch niemand ahnen – die letzte Begegnung gegen die SV Leonberg/Eltingen konnte aus bekannten Gründen nicht mehr gespielt werden.

Die bittere 9-Tore-Niederlage im Rückspiel gegen den SV Kornwestheim bedeutete in der Schlussabrechnung aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs „nur“ Platz 3 in der Württemberg-Oberliga. Natürlich hätte das Team die Vizemeisterschaft gerne mitgenommen, rückblickend ist aber das Abschneiden der Oberligasaison 19/20 für den Jahrgang 2005/2006 ein Riesen-Erfolg. Sich unter den Top-3-Teams im starken Handballverband Württemberg mit fast 180 weiblichen C-Jugend-Mannschaften wiederzufinden ist eine beachtliche Leistung und kann als größter Erfolg im Jugendbereich der SG Weinstadt der letzten Jahre verzeichnet werden. Mit enormem Trainingsfleiss und tollem mannschaftlichen Zusammenhalt hat sich die Mannschaft dieses Ergebnis hart erarbeitet – liebend gerne hätte sie sich mit Teilnahmen am IBOT Biberach und dem Sonderjyske Handball-Cup in Dänemark aus der C-Jugend verabschiedet – leider war ihr das corona-bedingt nicht vergönnt.

Nicht zuletzt bedankt sich das Trainerteam bei allen Eltern, die die Mannschaft und uns über die ganze Saison tatkräftig unterstützt haben, sei es bei egal wie weit entfernten Auswärtsfahrten, Zeitnehmer- oder Thekendiensten und natürlich für die moralische Unterstützung ihrer Töchter, wenn vielleicht doch einmal nicht alles so lief wie erwartet – ohne Euch wär die Saison nicht mit soviel Spaß und Freude für alle zu schaffen gewesen, vielen Dank! Abschließend geht unser besonderer Dank noch an unseren Hauptsponsor, die Steuerberatung Klaus Vossler, die uns nun schon das zweite Jahr nicht nur Trikotsätze sponsort, sondern auch solche Events, wie den Mannschaftsausflug nach Dornbirn tatkräftig unterstützt, vielen, vielen herzlichen Dank dafür!

Das Team: Lavinia Weißer, Sophia Bauer (Tor); Lea Johansen, Natalie Lumm, Lena Proft, Alina Jöckel, Greta Fündling, Annika Walz, Sophia Mohr, Melina Oesterle, Franka Schott, Cora Proft, Julie Gräter