mB1 (WL): SV Remshalden – SG Weinstadt 28:24 (14:13)

Viel hätte nicht gefehlt und man hätte aus Geradstetten tatsächlich etwas mitnehmen können.

Auf den Tag genau drei Monate war es her, als die SG Weinstadt am 24. November des vergangen Jahres den SV Remshalden vor eigener, voller Halle empfangen hatte. Der SVR zu diesem Zeitpunkt unangefochtener Spitzenreiter. An diesem Sonntagmorgen waren die Voraussetzungen etwas anders. Die SG-Jungs mit 3 Siegen aus vier Spielen 2019 und der SVR mit 5 Niederlagen in Folge. Nicht nur deshalb war aus SGW-Sicht klar, dass man hier nicht nur mithalten, sondern zwei Punkte entführen will.

Weinstadt hatte zwar Anspiel, das erste Tor erzielte allerdings Remshalden direkt mal mit einem Konter. Die SGW hielt gut mit, auf beiden Seiten gab es aber auch ungewöhnlich viele technische Fehler. Einen vier Tore- Rückstand holten die Weinstädter Jungs wieder auf und den vom SG-Torhüter ausgehende Konter in Minute 18 verwandelte Felix Pröbsting zur ersten SGW-Führung und zwang Remshalden in eine erste Auszeit. Die letzten Minuten der ersten Halbzeit verballerten die SG-Jungs allerdings zu viele, auch hundertprozentige Torgelegenheiten und sahen sich mit 14:13 zur Halbzeit in Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel befand sich die SGW, wie so häufig, erst mal noch im „Pausenschlaf“. Remshalden traf Angriff für Angriff und Weinstadt eben nicht mehr. Beim Stand von 21:15 ließ sich schon vermuten, dass das Spiel ein erwartetes Ende nimmt. Doch im Handball kann manchmal eben alles sehr schnell kippen. Da der SVR zwei Siebenmeter kläglich vergab, Peter Stäudle zwei Stürmerfouls herausholte, Marius Oesterle ein paar freie entschärfen konnte und die Bälle wieder den Weg ins Remshaldener Tor fanden, kämpfte man sich wieder Tor für Tor heran. Fehlpässe und ungenaue Würfe wurden zwar trotzdem nicht weniger, aber der SVR war sichtlich verunsichert und die Chance in den letzten Minuten noch was zu „wuppen“, war dann, trotz nicht gerade überragender eigener Leistung, plötzlich da.
In Minute 47 hatte man dann zum ersten Mal wieder die Chance zum Anschlusstreffer, 24:22 stand es zu diesem Zeitpunkt. Leider wurde diese Gelegenheit aber relativ frei von der Rechtsaußen- Position vergeben. Der endgültige Genickbruch für Weinstadt. Wäre man hier auf ein Tor herangekommen, wäre in den letzten Zügen des Spieles nochmal alles offen gewesen, so bekam man noch zwei Konter gegen sich und verlor das Spiel letzten Endes mit 28:24.

Nach diesem wirklich sehr fairen Spiel hatte man das Gefühl, dass beide Mannschaften mit diesem Ergebnis letztlich leben können. Der B-Jugend Jahrgang der SGW und SVR kennt und schätzt sich untereinander, weshalb sowohl auf Hin- als auch auf das Rückspiel so große Vorfreude zu verspüren war. Auch deshalb haben beide Partien großen Spaß zu spielen gemacht. Am Ende des Tages muss man aber auch sagen, dass Remshalden wohl noch nie „so leicht“ zu schlagen gewesen wäre. Doch dafür reichen eben keine vier Weinstädter Torschützen, 16 gezählte technische Fehler und zu viele vergebene Chancen, was teilweise aber auch eines starken gegnerischen Keepers geschuldet war. Wenn man einen etwas schwächeren Tag eines „Spitzenteams“ ausnutzen möchte, muss man selbst eben trotzdem eine starke Performance auf die Platte bringen, was die SG leider eben nicht über 50 Minuten geschafft hat.

Aber nun genug des „hätte“, „wenn“ und „wäre“. Man hat sich als SG Weinstadt wirklich gut verkauft, gegen ein Team mitgehalten, das ganz andere Möglichkeiten, Voraussetzungen und Ziele hat. Letzten Endes unterscheiden einen vier Tore…

Um die starke Württembergligasaison noch zu krönen, bedarf es allerdings zwei Punkte im letzten Spiel, in drei Wochen gegen Herrenberg. 16 Punkte und Platz 7 hat man in der eigenen Hand und das wäre ein mehr als ordentliches Saisonergebnis.

MO

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