Machte ein überragendes Spiel: Luis Kuhnle. Foto: GSchmid

Männer Württembergliga: SG Weinstadt – VfL Waiblingen 32:28 (12:13)
Es ist am Samstagabend einfacher gewesen, einen Parkplatz in der Stuttgarter Innenstadt zu finden, als einen bei der Beutelsbacher Sporthalle. Das Derby zwischen Aufsteiger SG Weinstadt und dem Topteam des VfL Waiblingen lockte Hunderte Handballfans an, die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Weinstädter Anhänger sorgten mit ihren Trommeln für eine tolle Atmosphäre und sahen ihr Team lange mithalten. Erst in der Schlussphase setzte sich der Favorit aus Waiblingen durch, weil Weinstadt sich zu viele Fehler leistete, der beste SG-Spieler mit Rot vom Platz musste und die Tigers einfach abgeklärter spielten.

Weinstadt war besser in die Partie gestartet: 7:4 zeigte die Tafel nach zehn Minuten, der Weinstädter Rückraum rechts Luis Kuhnle hatte bereits vier Mal getroffen. Bis zum Pausenpfiff sollte er neun Mal zuschlagen. Allerdings kam Waiblingen in der Folge besser ins Spiel, ging in Führung, konnte Weinstadt aber nicht abschütteln. Mit dem Pausenpfiff trafen die Hausherren nur den Pfosten, der VfL lag hauchdünn mit einem Tor vorne.

Nach der Pause entwickelte sich ein packendes Derby auf Augenhöhe, Waiblingen legte vor, Weinstadt zog nach, Kuhnle stellte sein Torkonto auf 14. Allerdings offenbarte Weinstadt eklatante Schwächen im Überzahlspiel – die Zeitstrafen für die Gäste verpufften mehrfach ohne Effekt. Und die Gastgeber waren im Rückraum, Kuhnle ausgenommen, nicht so torgefährlich wie die Gäste um die wurfgewaltigen Sascha Laurenz und Julian Linsenmaier.

Der Knackpunkt im Spiel war dann eine rote Karte gegen Kuhnle. Der Weinstädter wurde hart gefoult, unter seinem massigen Gegenspieler begraben, bekam keine Luft mehr und schlug in Panik nach dem Waiblinger. Die kurzzeitig erhitzten Gemüter beruhigten sich schnell wieder. Unterm Strich war es ein intensives, aber faires Derby.

Weinstadt allerdings war in der Schlussphase von der Rolle, leistete sich einige Fehler und musste sich den Waiblingern geschlagen geben. Die Tigers haben zur Spitze der Tabelle aufgeschlossen, Weinstadt ist auf Rang 10 abgerutscht.

SG Weinstadt: Schwegler, Gantner; Künkele, Meyer, Maier, Striebich (1), Lederer (2), Tutsch (2), Kuhnle (14/3) Lidle (1), Köhn, Gammerdinger, Stäudle (2), Köngeter (6/1).
VfL Waiblingen: VfL Waiblingen: Seeger, Keller; Brugger, Gühne (3), Westner (1), Linsenmaier (5), Leinhos (6/2), Ader (2), Laurenz (6), Büchte, Baumgarten (6), Hellmann (1), Prasalov (2).

Bereits am kommenden Samstag folgt das nächste heiße Derby: Um 18 Uhr ist Anpfiff gegen die SV Remshalden in der Stegwiesenhalle. Es sind bereits 80 Prozent der Karten verkauft, wer sich an der Abendkasse ein Ticket sichern möchte, sollte schon einige Zeit vor Anpfiff vor Ort sein.

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