Männer Württembergliga: SF Schwaikheim – SG Weinstadt (Donnerstag, 3. Oktober, 17 Uhr, Fritz-Ulrich-Halle)
Nach dem fulminanten Sieg über die Pumas aus Schmiden ist die SG Weinstadt Handball in der Württemberg-Liga angekommen. Am Tag der deutschen Einheit kommt es zum zweiten Derby dieser englischen Woche.

Im Spiel gegen den TSV Schmiden haben die Handballer der SG ein komplett anderes Gesicht gezeigt als zuletzt in Leonberg.
Die defensiv agierende 6:0 Abwehr stellte den Schmidener Angriff vor einige Probleme. Auch im Angriff spielte das Team des Trainergespanns Mühlpointner/Zimmermann sehr abgezockt und strukturiert. Ihr Potenzial wollen die Weinstädter auch am Donnerstag wieder abrufen. Mit den Sportfreunden Schwaikheim treffen sie auf den nächsten ambitionierten Gegner in der noch jungen Saison.

Schwaikheimer Abwehrbollwerk

Die Roten aus „em Flecka“ stellen die derzeit beste Abwehr der Württember-Liga-Nord. Lediglich 72 Tore haben die Geckos bisher kassiert. Dies liegt nicht nur an den gestandenen ehemaligen Drittligaspielern Chris Hellerich und Denis Gabriel, sondern auch an Rückraum links Robin Mack und Neuzugang Kay Weber. Diese körperlich starken Spieler gilt es in Bewegung zu bringen, um die dabei entstandenen Lücken nutzen zu können. Aus der kompakten Abwehr heraus beherrscht Schwaikheim ein sehr gutes Umschaltverhalten, das oftmals in effizienten Kontern über die beiden Außenspieler abgeschlossen wird. Hinter der Abwehr sticht in dieser Saison einmal mehr Routinier Stefan Doll heraus, bei dem man das Gefühl hat, er würde überhaupt nicht altern. In der Offensive überzeugen in der neuen Spielzeit vor allem der erfahrene Rückraumrechte Timo Leonhardt, der seine aktive Laufbahn eigentlich bereits beendet hatte, der pfeilschnelle Marcel Wied auf dem linken Flügel und der wurfgewaltige Robin Mack aus dem linken Rückraum. Alle drei haben nach drei Spielen bereits eine zweistellige Torausbeute zu verbuchen. Am Kreis haben die Geckos mit Chris Hellerich einen sehr erfahrenen und abgezockten Spieler in ihren Reihen.

Waschbären in Aufbruchsstimmung

Was in der Mannschaft von Manuel Mühlpointner und Michael Zimmermann steckt, hat die SG jüngst beim Sieg in Schmiden gezeigt. Die Ausfälle, die bereits vor dem Spiel feststanden, wie auch die frühe rote Karte von Routinier Christoph Köngeter wurden stark kompensiert. „Alle Beteiligten haben am Wochenende an einem Strang gezogen! Jeder hat für seinen Nebenmann den entscheidenden Schritt mehr gemacht, auch wenn das viel Kraft und Energie gekostet hat. Mich hat es beeindruckt, wie alle in die Bresche gesprungen sind und die jungen Spieler Verantwortung übernommen haben“, so der Linksaußen nach dem Abpfiff. Auch die defensivere 6:0-Abwehr vermittelte einen deutlich stabileren Eindruck als zuletzt.

Die Waschbären sind vor den Stärken des Gegners gewarnt, kennen aber auch die Schwächen. Genau diese gilt es zu nutzen, um beim Tabellenfünften des Vorjahres zu Punkten. Kapitän Timo Lederer brachte es mit den Worten „wir wollen den Schwung mitnehmen und natürlich gleich nachlegen“ auf den Punkt.

Württemberg-Liga spannender denn je

Wie eng es in der Württemberg-Liga-Nord zugeht, lässt sich bereits nach drei Spieltagen erkennen. In der höchsten Spielklasse Württembergs kann jeder jeden schlagen. Die Tagesform und der Fokus auf den Gegner bestimmen die Partien, welche in den meisten Fällen sehr knapp und umkämpft sind. Jeder Punkt, gar jedes Tor kann am Ende den Ausschlag geben, ob ein Team auch in der kommenden Spielzeit in der eingleisigen Württemberg-Liga spielen wird, oder den Gang in die Verbandsliga, beziehungsweise die Landesliga gehen muss.

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