Die Mannschaft der Frauen 1 muss mitten in der Vorbereitungsphase eine sehr traurige Nachricht verkünden. Unsere Rückraumspielerin Pauline Willig wird uns in der kommenden Saison leider nicht mehr zur Verfügung stehen.

Lange hatte unsere Linkshänderin auf ihren Studienplatz gewartet. Nun geht ihr Traum in Erfüllung und sie wird im Herbst im Ausland ihr Studium antreten. Trainer Nadir Arif bedauert den Abgang sehr: „Sportlich gesehen ist es sehr schade, dass mir Pauli in der neuen Saison nicht zur Verfügung steht. Privat freue ich mich natürlich für sie. Das war schon immer ihr Wunsch und nun kann sie diesen verwirklichen. Ich wünsche ihr viel Erfolg und würde mich freuen wenn wir in Kontakt bleiben!“

Pauline seit 2018 aktiv in der 1. Frauenmannschaft
Pauline seit 2018 aktiv in der 1. Frauenmannschaft.

Pauline zog es vor zwei Jahren zusammen mit Julia Haselwander vom MTV Stuttgart nach Weinstadt. Ihr Talent und ihre Erfahrung aus höheren Spielklassen konnte sie immer mehr unter Beweis stellen. In der letzten Saison blühte sie regelrecht auf und wurde zu einer tragenden Säule für das Team. Für Pauli gab es in den letzten zwei Jahren als Weinstädterin einige Momente, an die sie gern zurückdenken wird: „Besonders in Erinnerung bleibt natürlich der Nicht-Abstieg in der Saison 18/19. Wahrscheinlich der für mich persönlich emotionalste Handballmoment in Weinstadt.“ Beeindruckend fand unsere Rückraumshooterin immer die super Stimmung in der Halle. Sie wird sich gerne erinnern an: „Die Zeit mit Rainer und Nadir als Trainer, bei denen ich mich persönlich nochmal entwickeln konnte. Aber vor allem an das geile Team, insbesondere Dijana!“

Pauline feierte 2019 mit den Frauen 1 nach einem dramtischen Spiel den Nicht-Abstieg.

Mit der Zusage fürs Studium muss Pauli ihr Leben innerhalb kürzester Zeit umkrempeln: „Da ich recht kurzfristig diese Zusage bekommen habe, muss ich mich jetzt die nächste Zeit um viele private Dinge kümmern. Dazu noch eine Wohnung in Bulgarien finden mit meiner WG Partnerin. Dann will ich ganz viel Zeit mit Freunden und Familie verbringen, um mich von allen zu verabschieden. Ich werde auf jeden Fall auch nochmal beim Handball vorbeischauen.“

Die Mannschaft ist sehr traurig über diese Nachricht, wünscht aber ihrer Pauli nur das Beste für ihren Traum. Auch für sie ist der Abschied schwer: „Ich werde sicherlich mit einem weinenden Auge gehen, weil ich mich vor der Zusage fürs Studium sehr auf die Saison gefreut hatte. Aus dem einfachen Grund, dass ich nach der Jugendzeit noch nie so ein geiles Team hatte, in dem ich mich so wohlgefühlt habe. Weinstadt ist einfach wie eine große Familie, in der ich mich super aufgehoben und aufgenommen gefühlt habe.“