wB: Saisonvorschau 20/21

In 2020 ist alles anders. Einen Vorbericht zu schreiben für die Saison 20/21 fällt unheimlich schwer, zumal wir heute – wir schreiben Mitte Juli – noch keine Ahnung haben, wann sie überhaupt starten wird. Auch die Handballwelt steht seit Mitte März still, die Vorfreude auf einen tollen Saisonabschluss mit einem herausragenden 3. Platz in der Württemberg-Oberliga zerschlug sich für die C1 der letzten Saison. Ebenso die geplanten Turniere IBOT Biberach, LEW-Jugendcup Schwabmünchen und natürlich besonders das Highlight des Jahres, der fünftägige Ausflug nach Dänemark und die dortige Teilnahme an einem der größten internationalen Jugendturniere in Sønderjyske. Auch wurden frühzeitig die gemeldeten German-Beach-Masters-Turniere in Geislingen und Ismaning corona-bedingt abgesagt, hier hatte sich die neuformierte B-Jugend leise Hoffnungen gemacht, vielleicht mit etwas Glück die Qualifikation für die deutschen Beachhandball-Meisterschaften in Cuxhaven am letzten Juliwochenende zu schaffen. So reihte sich nicht, wie sonst üblich in der Zeit zwischen April und den Sommerferien, ein Höhepunkt an den anderen. Anstatt zwischen diesen ganzen Spaßturnieren noch die Qualirunden auf Bezirks- und Landesebene zu spielen, musste umgeplant werden. Getreu dem von der SG Weinstadt ins Leben gerufene Motto #stayhomestayfit machte die Mannschaft aus der Not eine Tugend und eben das Beste draus, das fast 10 Wochen unterbrochene gemeinsame Handballtraining „irgendwie“ zu ersetzen und uns zu Hause und alleine fit zu halten. Dies gelang dem Team bravourös, vom Trainerteam ausgerufene Teamchallenges wurden – nach vereinzeltem Fluchen zu Beginn – allesamt überragend gemeistert. Um Zusatzpunkte für die Mannschaftswertung des #stayhomestayfit-Wettbewerbs zu sammeln bestach die Truppe einmal mehr mit viel Kreativität und Spaß und hat sich auch als trainingsfleißigste Mannschaft der SG nach sechs Wochen „Corona-Training“ den Sieg der #stayhomestayfit-Challenge vor der starken weiblichen C-Jugend und dem Team Eltern gesichert.

Was dürfen wir also von der Saison erwarten? Nach dreieinhalb Monaten Home-Training und langsamem Trainingseinstieg ab Anfang Juni unter strengen Auflagen durften wir ab 1. Juli endlich (fast) wieder zur Trainings-Normalität zurückkehren. Also Training mit allem, was unseren Sport ausmacht: Training mit Körperkontakt, Training ohne Abstandsregeln, Training mit vollem Einsatz mit- und gegeneinander, mit Abklatschen, mit Um-den-Hals-fallen nach erfolgreichen Wettkämpfen, mit Kabinenfesten und mit vollen Emotionen. Die Ankündigung des ersten Trainingsspiels 6 gegen 6 in der ersten Juliwoche war wie eine Erlösung und ließ die Augen aller Spielerinnen fingen schlagartig an zu leuchten – zu lange hatten sie darauf verzichten und warten müssen. Unverhofft kam vom TG Geislingen die spontane Einladung zum ursprünglich im Juni geplanten Beachturnier. Ohne zu zögern löste die Truppe für das wohl einzige Sommerturnier am 25. Juli die Wildcard (als Vorjahressieger) natürlich gerne ein und hat so zumindest noch ein Handball-Sommer-Highlight im Jahr 2020. Die endgültige Freigabe vom HVW steht zwar noch aus, wir hoffen aber hier auf ein positives Zeichen in den nächsten Tagen.

Die stetig nach oben zeigende Entwicklung der letzten Jahre wollen wir im leicht veränderten Trainerteam weiterführen. Denise Hauser muss berufsbedingt ihr zweijähriges Engagement in der Mannschaft leider beenden, erfreulicherweise konnten wir mit Melie Holzmann, ebenfalls aktiv in der 1. Frauenmannschaft, direkt eine Nachfolgerin finden. Das nun vierköpfige Trainerteam komplettiert unser langjähriger Torhüter der M1, Tristan Schwegler, der sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich des Kraft- und Athletiktrainings einbringt und mit die Voraussetzungen schafft gegen zumeist im Schnitt um ein Jahr ältere Mannschaften zu bestehen! Handballerisch werden wir noch stärker als bisher den Fokus auf die individuelle Ausbildung der Spielerinnen richten und in drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche jede Einzelne im Team optimal fördern. Damit sind wir bereit auf alles, egal was die Zukunft bringen mag. Noch hoffen wir, dass es ein Rundenstart im September in der Württembergliga sein wird, doch das liegt nicht in unserer Hand. Wohl aber, die Truppe noch mehr zusammenzuschweißen und handballerisch den nächsten Schritt zu machen! Packen wir es an, wir freuen uns drauf!

Die Mannschaft: Lavinia Weisser, Sophia Bauer; Lea Johansen, Melina Oesterle, Julie Gräter, Alina Jöckel, Natalie Lumm, Franka Schott, Cora Proft, Lena Proft, Greta Fündling, Anna Vogl, Sophia Mohr, Annika Walz, Lotte Kress