Top-Transfer: Tom Kuhnle kehrt zurück nach Weinstadt.

Männer Württembergliga: Mucksmäuschenstill ist es derzeit in den Handballhallen. Die Corona-Krise hat den Sportbetrieb lahmgelegt. Wann es weitergeht, kann noch niemand sagen. Wir alle sehnen den Tag herbei, an dem auch in Weinstadt wieder Handball gespielt werden darf. Schön ist, dass die SG Weinstadt Handball in diesen tristen Tagen eine sehr gute Nachricht für alle Fans parat hat: Tom Kuhnle wird in der kommenden Saison das schwarzgelbe Trikot tragen.

Der 24-Jährige, der das Handballspielen einst bei der HSG Weinstadt gelernt hat, kommt vom Drittligisten HC Oppenweiler/Backnang. Dort war Tom Kuhnle seit 2015 unter Vertrag und kam sowohl auf Linksaußen als auch im Rückraum zum Einsatz. Zuvor hatte der 1,84 Meter große Endersbächer beim TV Bittenfeld Erfahrung auf Verbandsebene gesammelt.

Der Kontakt zur SG ist nie abgerissen

„Die SG Weinstadt hat sich in den vergangenen Jahren immer weiterentwickelt. Das ist mein Heimatverein, der mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin“, sagt Tom Kuhnle. Der Kontakt zur SG ist nie abgerissen: Sportlicher Leiter Patrick Sayer  und auch  Jochen Klingler, der einst mit Kuhnles Vater Wolfgang für die HSG spielte, streckten immer wieder ihre Fühler aus. Dass die Rückholaktion jetzt glückt, freut Sayer ungemein: „Mit Tom Kuhnle verstärken wir uns zur kommenden Saison mit einem drittligaerfahrenen Spieler, der im Rückraum flexibel eingesetzt werden kann. Ich freue mich ganz besonders, dass er nach seinen ersten Schritten im Jugendhandball nun auch im aktiven Bereich wieder für die SG aktiv wird.“

Tom Kuhnle sagt: „Jetzt war einfach der Punkt, wo ich gesagt hab, es ist an der Zeit: Ich will wieder mehr Spielzeit, ich will auf dem Feld eine wichtigere Rolle einnehmen.“ Und auch die Weinstädter Fans haben für den 24-Jährigen einen Ausschlag gegeben: „Ich war ja selbst bei jedem Spiel in der Halle, wenn ich nicht selbst spielen musste. Die Stimmung ist sehr, sehr geil. Da können sich manche Mannschaften in der 3. Liga eine Scheibe davon abschneiden. Alle in der Halle tragen dazu bei, angefangen bei den Trommlern. Das fühlt sich an wie eine große Gemeinschaft. Ich habe wirklich unglaublich Bock, in meiner Heimat vor einer vollen Halle aufzulaufen.“ Und das in einer Mannschaft, in der zahlreiche gute Freunde spielen.

Bruder Luis greift in der 3. Liga an

Ein Wunsch von Tom Kuhnle wird dabei leider nicht in Erfüllung gehen: gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder auf dem Feld zu stehen. Denn Luis Kuhnle wird die SG Weinstadt nach einer Saison wieder verlassen. Er wechselt in die 3. Liga zum TSB Horkheim, wo ihm die gesamte SG viel Erfolg wünscht. „Das ist natürlich schade, ich hätte sehr gerne mit ihm zusammengespielt“, sagt Tom Kuhnle.