Sascha Dobric und die SG Weinstadt freuen sich auf den Jahresabschluss bei der Hbi. Foto: Barth

Die Handballspielgemeinschaft aus Weilimdorf und Feuerbach empfängt kommenden Samstag, 22. Dezember, den unangefochtenen Spitzenreiter, unsere Weinstädter Jungs. Damit kommt es kurz vor Weihnachten in Staffel 1 der Landesliga noch einmal zu einem echten Schlager. Mit 18:8 Punkten steht die Hbi derzeit auf Platz 3 der Tabelle.  Nach Minuspunkten belegt sie den zweiten Platz.

Den Saisonstart hatte sich die Hbi wohl anders vorgestellt. Die Spielgemeinschaft kam in Hinspiel gegen die Waschbären aus Weinstadt mit 32:17 gehörig unter die Räder. Auch in den weiteren drei Partien, konnten die Stuttgarter keinen Sieg einfahren. Lediglich zwei Zähler standen auf der Habenseite und die Hbi fand sich mit sechs Minuspunkten im Tabellenkeller wieder. In den vergangenen neun Spielen zeigte die Hbi hingegen ein komplett anderes Gesicht: Seit Ende Oktober hat das Team von Michael Zimmermann bis auf eine Ausnahme – die knappe Niederlage in Bönnigheim – alle Partien für sich entschieden.

Ausgeglichener Kader als größte Stärke 

Die Hbi Weilimdorf/Feuerbach hat nach Weinstadt die wenigsten Niederlagen der Saison einstecken müssen. Beachtlich dabei ist, dass die Spielgemeinschaft ein recht ausgeglichenes Torverhältnis mit 356 zu 346 Toren hat. Im Schnitt wirft die Hbi 28 Tore, bekommt allerdings auch 26. Nicht nur das Torverhältnis ist ausgeglichen, auch die Mannschaft um Kapitän Robin Wegfahrt ist es. Mit Colin Rieker, Jan Diller, Pepe Fritz, Tim Petschinka und Finn Graykowski hat die Hbi bereits sechs Spieler, die in der Hinrunde im Schnitt drei bis sechs Tore pro Spiel erzielt haben. Das zeigt, wie ausgeglichen der Kader ist.

Tabellenführer freut sich auf den heißen Tanz

Obwohl Weinstadt selbst eine beeindruckende Serie von 14 Siegen in 14 Spielen hingelegt hat, ist sich das Team der Schwere der Aufgabe bewusst. Kapitän Sascha Wilhelm lässt allerdings verlauten, dass die Waschbären einmal mehr gewillt sind zu gewinnen, um auch auf der anschließenden Weihnachtsfeier ungeschlagen feiern zu können.

Patrick Sayer, unser sportlicher Leiter der SG Weinstadt Handball stand uns in einem Interview kurz vor Weihnachten Rede und Antwort. Patrick, nach dem nervenaufreibenden Heimspiel gegen den TV Großbottwar, geht es am Wochenende zum Gipfeltreffen nach Feuerbach. Wird es die erwartet schwere Aufgabe?

Leider konnte ich das Spiel nur aus der Ferne verfolgen. Unser interner Liveticker hat aufgrund der Vielzahl an Verletzten inzwischen Premiumqualität erreicht, so dass mir die Brisanz der ein oder anderen Entscheidung auch auf diesem Weg deutlich wurde. Dass wir uns am Ende dennoch wieder einmal durchsetzen konnten, zeigt mit welcher Selbstverständlichkeit unser Team aktuell auf dem Feld steht.  Mit dem Jahresabschluss in Feuerbach erwartet uns ein absolutes Highlight beim direkten Verfolger und langjährigen Weggefährten. Das Ergebnis aus dem Hinspiel darf dabei nicht über die Qualität der Hbi hinwegtäuschen. Ich erwarte keine verfrühten Weihnachtsgeschenke und einen Gegner auf Augenhöhe. Nichtsdestotrotz wollen wir das Jahr erfolgreich abschließen und uns für die harte Arbeit der vergangenen Monate belohnen. Ich rechne mit einer Partie, die sich bis zum Ende offen gestaltet.

Die Ausgangslage mit 28:0 Punkten ist absolut perfekt. Erleichtert euch dies auch die Planung für die kommende Runde, weil die Chancen auf einen Aufstieg größer sind denn je?

Kurz vor Weihnachten ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze zu stehen war für keinen von uns vorstellbar und stimmt uns mehr als glücklich. Klar ist aber auch, dass wir uns von dem Blick auf die Tabelle nicht täuschen lassen. Wir wissen genau einzuschätzen welcher Aufwand nötig war, um gegen Ditzingen, Großbottwar oder Bittenfeld zu bestehen. Daher freuen wir uns nun auf etwas Erholung über den Jahreswechsel, hoffen auf die Rückkehr der Verletzen, um im neuen Jahr mit dem gleichen Engagement und Siegeswillen die notwendigen Punkte für einen möglichen Aufstieg einzufahren.  Rund um den Jahreswechsel ist dann natürlich der Zeitpunkt sich über die zukünftige Ausrichtung Gedanken zu machen. Dazu sind wir intern im ständigen Austausch und ich bin sicher, dass wir auf alles vorbereitet sind.  Es ist aber auch der Zeitpunkt innezuhalten und die gemeinsamen Erfolge der vergangenen Monate zu würdigen! Am liebsten mit 30:0 Punkten unterm Weihnachtsbaum!