Kapitän Sascha Wilhelm freut sich zum dritten Mal seit 2014 über den Pokalsieg. Bild: Barth

M1: Landesligist SG Weinstadt hat den Bezirkspokal der Männer gewonnen. Im Finale gegen die Hbi Weilimdorf/Feuerbach in Schorndorf siegte das Team von Trainer Olaf Steinke souverän mit 28:21 (17:6).

Den Grundstein für diesen Erfolg legte die SG in der ersten Halbzeit. Beim 5:6 in der 12. Minute hatten die ersatzgeschwächten Stuttgarter noch knapp die Nase vorn, dann drehte Weinstadt auf: Der starke Torhüter Lukas Zerweck und seine Vordermänner ließen bis zur Halbzeitpause keinen weiteren Gegentreffer zu und entschieden die Partie mit einem 12:0-Lauf vorzeitig für sich. Der Landesligadritte zeigte dabei zum Abschluss der Handballsaison noch einmal, was ihn so stark macht: Tempohandball, variables Angriffsspiel und eine konsequente Deckung. Enstprechend knapp fiel die Halbzeitansprache Olaf Steinkes aus, der kaum etwas am Auftritt seiner Mannschaft zu kritisieren hatte.

In den zweiten 30 Minuten nahm Weinstadt den Fuß etwas vom Gas. So konnte die Hbi den Abstand noch verkürzen, gefährlich wurde sie den souveränen Weinstädtern freilich nicht mehr. Die feierten im Anschluss ausgelassen den dritten Pokalsieg seit 2014, der ein wenig über den Frust hinwegtröstet, dass es im Ligabetrieb am Ende nicht für die Aufstiegsspiele gereicht hat.

Starker Auftritt von Kai Reber im Halbfinale

Am Vortag hatte sich im ersten Halbfinale des Final-Four-Turniers in der Schorndorfer Sporthalle Grauhalde die Hbi Weilimdorf/Feuerbach etwas überraschend – weil ohne einige Stammspieler – gegen den TSV Schmiden 2 durchgesetzt. Der Endstand: 32:28 (18:14). Weinstadt hatte dann am Abend den VfL Waiblingen 2 mit 33:29 (28:14) geschlagen. Dabei hatten es die Favoriten unnötig spannend gemacht: Die SG führte zeitweise mit sieben Toren, ließ die Waiblinger aber immer wieder in Schlagdistanz kommen. Am Ende reichte es auch dank eines starken Auftritts von Rückraum-Rechts Kai Reber zum Finaleinzug für Weinstadt.

Kai Reber setzte im Halbfinale gegen den VfL Waiblingen entscheidende Akzente. Bild: Barth

Kai Reber setzte im Halbfinale gegen den VfL Waiblingen entscheidende Akzente. Bild: Barth

Mit dem Titel verabschieden sich bei der SG gleich zwei Männer, die den Weinstädter Handball in den vergangenen Jahren geprägt haben: Trainer Olaf Steinke, der künftig die Geschicke des BWOL-Absteigers TSV Deizisau in der Württembergliga leiten wird, und Spielmacher Marc Rühle, der seine Karriere in der Ersten Mannschaft beendet.

SG Weinstadt: Zerweck, Schwegler; Künkele, Reber (3), Wilhelm (3/3), Köngeter (4), Louis, Rühle, Striebich (6), Lederer (3), Köhn (3), Dobric, Stäudle (3), Heueck (3).
Hbi Weilimdorf/Feuerbach: Jagsch, Hoch; Jungk, Hilsenbeck, Heidt (4/3), Siegmund (1), Rieker, Eisenhardt (2), Martin (2), P. Fritz (5), R. Fritz (2), Wegfahrt (1), Diller (3), Solenthaler (1).