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Männer Württembergliga: TSV Schmiden – SG Weinstadt (Sonntag, 17 Uhr): Nach dem Dämpfer am zweiten Spieltag in Leonberg war die Stimmung im Lager der Weinstädter geknickt. Die SG ist auf dem harten Boden der Realität angekommen – jedoch noch nicht in der Württembergliga. Die junge Mannschaft muss nach der grandiosen Aufstiegssaison erst einmal wieder lernen, mit Niederlagen umzugehen. Leonberg, der Tabellenzweite aus der Vorsaison, war freilich kein Gradmesser, allerdings hatten sich sich die Männer aus dem Remstal viel mehr vorgenommen. Im nächsten schweren Auswärtsspiel beim TSV Schmiden will sich die Mannschaft besser präsentieren.

Am Sonntag (29. September) sind die Jungs der SG zur ungewohnten Anwurfzeit gefordert. Um 17 Uhr wird das Spiel in der Sporthalle beim Schulzentrum angepfiffen. Der TSV Schmiden 1902, besser bekannt als die „Schmiden Pumas“ hat in der vergangenen Saison einen starken vierten Platz erreicht. Wie seine Kontrahenten Leonberg und Waiblingen war Schmiden lange im Kampf um die Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg vertreten. In der Spielzeit 2018/2019 hatte Schmiden in Fabian Baldreich, Lukas Lehmkühler und Jan Hellerich seine offensiven Stützen. Letzterer wechselte zusammen mit Torhüter Jan David zum SV Kornwestheim in die 3. Liga. Diese beiden herben Verluste hat der TSV vor allem durch Spieler aus dem Umfeld und durch junge Talente kompensiert.

Der Königstransfer der Pumas trägt den Namen Luca Holder. Der Rückkehrer ist der Dreh- und Angelpunkt im Schmidener Spiel. Der Turn- und Sportverein verfügt allgemein über einen sehr starken und robusten Rückraum. Spieler wie Matthias Fischer, Lukas Lehmkühler, Moritz Klenk oder Fabian Baldreich können ein Spiel komplett an sich reißen und ihm den Stempel aufdrücken. Derzeit rangieren die Gastgeber mit 4:2 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Gegen die körperlich starken Spieler müssen die Weinstädter Waschbären den Kampf annehmen und bedingungslos verteidigen. Die zuletzt großen Lücken in der Abwehr gilt es im Verbund zu verdichten und dafür zu sorgen, den Angriff der Pumas vor Aufgaben zu stellen.

Außenseiter-Rolle als Chance

Die Handballer der SG Weinstadt müssen sich in dieser Saison mit einer neuen Rolle zu anfreunden. Vom Gejagten sind sie zum Jäger geworden. Wenn die Schwarzgelben in der Abwehr kompakter auftreten, den einen oder anderen Schritt mehr für den jeweiligen Nebenmann gehen und alles für die Mannschaft geben, ist es auch beim Favoriten möglich, etwas Zählbares mitzunehmen. Eine verbesserte Defensive ist Grundvoraussetzung für das starke Tempospiel der Waschbären. Die Mannschaft ist gewillt, sich auf diese Stärken zu berufen und auf sie zu vertrauen. Es ist schließlich nicht jeder Landesligist mit nur drei Minuspunkten ins Oberhaus von Württemberg aufgestiegen!

Verzichten müssen die Weinstädter in Schmiden auf Sebastian Striebich (beruflich verhindert) und Marcel Meyer (verletzt). Hinter dem Einsatz von Kapitän Timo Lederer steht nach einer Trainingsverletzung ebenfalls ein Fragezeichen. Um so wichtiger ist die Unterstützung der Weinstädter Fans im Kampf der Waschbären gegen die Pumas.

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