Weinstadt zu Hause weiter ungeschlagen

M1 (LL): SG Weinstadt – VfL Waiblingen II 31:22 (14:12)
Die Erste Männermannschaft der SG Weinstadt hat auch ihr sechstes Heimspiel gewonnen. Gegen den starken Aufsteiger VfL Waiblingen II setzten sich die Weinstädter vor allem dank einer starken Abwehrleistung durch. „Verdient, aber etwas zu deutlich“ sei der Sieg der Weinstädter ausgefallen, sagte der Waiblinger Trainer Wolfgang Hezel nach dem Spiel.

Tatsächlich waren die Gäste bis zur Halbzeitpause auf Tuchfühlung gewesen, wobei Weinstadt nach dem 0:1 immer die Nase vorne hatte. Bis zur 20. Minute hatte sich die SG einen Vier-Tore-Vorsprung herausgespielt, technische Fehler nutzten die Gäste allerdings aus und verkürzten bis zum Pausenpfiff auf 14:12 aus Weinstädter Sicht.

Die ersten Minuten des zweiten Durchgangs sollten dann das Spiel entscheiden: Weinstadt, angetrieben von Spielmacher Marc Rühle, drückte aufs Tempo, kam über Gegenstöße und die zweite Welle zu Torerfolgen. So bauten die Hausherren den Vorsprung bis zur 40. Minute auf 21:14 aus – die Messe war gelesen. Zwar gaben sich die Waiblinger zunächst nicht auf, geringer als fünf Tore wurde der Weinstädter Vorsprung allerdings nicht mehr.

Dass der Widerstand der Gäste in den Schlussminuten gebrochen war, nutzte die SG um den starken Kreisläufer Timo Lederer dazu, den Spielstand in die Höhe zu treiben. Zur Freude von SG-Trainer Olaf Steinke, der sich nach dem Spiel zwar über zu viele Fehlpässe ärgerte aber insgesamt zufrieden war mit dem konsequenten Auftreten seines Teams.

Auswärts weiter ohne Punkt

M1 (LL): TSV Schmiden 2 – SG Weinstadt 30:28 (13:11)
Einen schwachen Auftritt zeigt die SG Weinstadt vor allem in der Anfangsphase des Gastspiels beim TSV Schmiden 2. 6:2 stand’s nach sieben Minuten für den TSV. Weinstadt bekam überhaupt keinen Zugriff auf die starken Rückraumschützen der Gastgeber und ließ vorne Chance um Chance liegen. Dass Schmiden gut auf die Stärken der Weinstädter eingestellt war, tat sein Übriges: Über den Kreisläufer – hier waren die Weinstädter zuletzt hochgefährlich – lief fast gar nichts.  Dennoch berappelten sich die Gäste, standen nun in der Abwehr stabiler und kamen bis zur Halbzeit auf zwei Tore heran.

Zuversichtlich kehrte die SG aus der Kabine zurück – der Zwei-Tore-Rückstand wollte allerdings zunächst einfach nicht schrumpfen. Immer wenn Weinstadt auf ein Tor verkürzte, legte Schmiden nach. Die TSV-Spieler hatten dabei nicht selten das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Erst in der 44. Minute gelang Weinstadt der Ausgleichstreffer zum 18:18. Beim 20:20 zwölf Minuten vor Spielende war die Partie völlig offen.

Doch Schmiden behielt die Nerven, traf weiterhin sicher aus dem Rückraum, währen die SG das Spiel durch einfache Ballverluste aus der Hand gab. In einer hektischen Schlussphase schnupperte Weinstadt zwar noch einmal am Punktgewinn, musste sich aber am Ende mit 30:28 geschlagen geben und bleibt in fremder Halle weiter ohne zählbaren Erfolg.

Weinstadt tritt gegen Bundesligareserve an

HVW-Pokal Achtelfinale: TV Bittenfeld 2 – SG Weinstadt
Ein schwereres Los hätten die Weinstädter Jungs im Achtelfinale des HVW-Pokals nicht ziehen können: Die SG muss an diesem Dienstag, 7. November, beim souveränen Tabellenführer der Württembergliga ran, der Bundesligareserve des TVB Stuttgart. Anpfiff in der Bittenfelder Gemeindehalle ist um 20.30 Uhr.

Der TVB2 ist mit 16:0 Punkten derzeit einsame Spitze in der Württembergliga-Nord. Einige Spieler der Blauweißen sind bereits in der Bundesliga zum Einsatz gekommen. Die Weinstädter wollen sich auch in Bittenfeld so teuer wie möglich verkaufen. Die Teilnahme am Achtelfinale allein ist ein toller Erfolg für Weinstadt,  schließlich hat die SG bereits zwei Württembergligisten aus dem Wettbewerb geworfen: den SKV Oberstenfeld und den VfL Waiblingen.

Über lautstarke Unterstützung in fremder Halle freut sich das Team – wir sind Weinstadt!

 

Deutlicher Sieg im Remstal-Derby

M1 (LL): SG Weinstadt – SG Schorndorf 26:18 (10:6)

Einen deutlichen Sieg im Remstalderby gegen die SG Schorndorf haben die Weinstädter Jungs in der gut besuchten Endersbacher Halle eingefahren. Weinstadt lag – das 0:1 ausgenommen – die gesamte Spielzeit über in Führung und zeigte vor allem im zweiten Durchgang eine starke Leistung.

Zunächst sahen die Zuschauer eine torarme Party. 5:1 führte Weinstadt nach einer guten Viertelstunde, beide Torhüter hatten sich bis zu diesem Zeitpunkt mehrfach ausgezeichnet. Dann kam auch Schorndorf besser ins Spiel, war beim 8:6 wieder auf Tuchfühlung, ehe Weinstadt abermals davonzog und mit vier Toren Vorsprung in die Halbzeitpause ging.

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhten die Gastgeber die Differenz auf fünf Treffer. Dann erwischte Sebastian Striebich den Schorndorfer Alexander Gora beim Gegenstoß unglücklich im Gesicht. Gora konnte nicht mehr weiterspielen, Striebich sah zurecht die Rote Karte – es sollte die einzige Unterzahlsituation des sehr fairen Spiels bleiben. Nach der Behandlungspause für Gora kämpften sich seine Mitspieler zurück in die Partie. Drei Schorndorfer Treffer in Folge sorgten für den 12:10-Zwischenstand in der 39. Minute.

SGW-Trainer Olaf Steinke nahm die Auszeit, stellte seine Mannschaft um – und sah, wie seine Maßnahmen fruchteten: Rückraum-Rechts Kai Reber führte sein Team auf die Siegerstraße, zeigte sehenswerte Rückraumwürfe und setzte seine Mitspieler spektakulär in Szene. Davon profitierte unter anderem Kapitän Sascha Wilhelm, der auf Rechtsaußen seine Allrounder-Fähigkeiten unter Beweis stellte. Hinten stand Weinstadt sicher. Fanden die ersatzgeschwächten Schorndorfer – auch Adrian Wehner war bereits im ersten Durchgang ausgefallen – doch einmal eine Lücke in der Weinstädter Abwehr, war der starke Torhüter Tristan Schwegler zur Stelle.

So erhöhte Weinstadt bis zum Schlusspiff auf 26:18 – und kann mit 10:8 Punkten zum ersten Mal in dieser Saison eine positive Punktebilanz aufweisen. Schorndorf gerät angesichts des großen Verletzungspechs  immer mehr in Not – von acht Spielen hat die SG nur zwei gewonnen.

SG Weinstadt: Schwegler, Zerweck; Künkele, Reber (4), Wilhelm (7/2), Loui, Boland (2), Rühle (1/1), Striebich (1), Lederer (5/1), Freidel, Köhn (1), Stäudle (3), Heueck (2).
SG Schorndorf: Hönnl, Busse; Schuller, Mack (5), Kästle (3), Bajrovic (1), Pflug, Gora, Wehner, Niederer (7/3), Dannenmann (2), Schamberger

Niederlage beim Spitzenreiter

M1 (LL): TV Mundelsheim – SG Weinstadt 35:29 (13:12)
Die SG Weinstadt hat beim Landesliga-Spitzenreiter in Mundelsheim eine Überraschung verpasst. Die Gastgeber bauten mit ihrem Heimsieg die Tabellenführung aus – sie stehen mit 10:0 Punkten einsam an der Tabellenspitze. Weinstadt findet sich hingegen etwas überraschend auf dem viertletzten Rang wieder. 4:6 beträgt der Punktestand nach fünf Partien.

So deutlich wie es das Ergebnis vermuten lässt, war das Spiel in Mundelsheim allerdings nicht. Weinstadt musste zwar auf Spielmacher Marc Rühle verzichten, der sich am vergangenen Wochenende einen Cut über dem Auge zugezogen hatte, führte nach zehn Minuten aber mit 5:3. Die SG stand in der Abwehr stabil und fand auf der Gegenseite immer wieder über den Kreis zum Torerfolg. Zwei vergebene Weinstädter Siebenmeter in Folge brachten die Hausherren in Front, dann sorgten der starke Philipp Stäudle aus dem Rückraum und Manuel Heueck von Linksaußen erneut für eine Führung der Gäste. Das 11:10 Heuecks in der 26. Minute sollte allerdings der letzte Führungstreffer für Weinstadt gewesen sein. In Überzahl gingen die Hausherren mit 13:12 in Führung, ehe der Pausenpfiff ertönte.

In Halbzeit zwei zu viele Fehler

In der Halbzeitpause zeigte sich SG-Trainer Olaf Steinke zufrieden mit der couragierten, disziplinierten Leistung seiner Mannschaft – hatte er doch ein Spiel auf Augenhöhe mit dem Württembergliga-Absteiger gesehen. Doch die Fehler häuften sich in den Weinstädter Reihen nach Wiederanpfiff – zu einfach machte es die Defensive den wurfgewaltigen Mundelsheimern, zum Torerfolg zu kommen. Im Angriff vergab Weinstadt nun zu viele Chancen – selbst Überzahlsituationen blieben ungenutzt. So schlichen sich die Gastgeber bis zur 45. Minute auf fünf Tore davon.

Weinstadt probierte es nun mit einer offensiven Deckung gegen Spielmacher Andreas Bender – dadurch ergaben sich allerdings Räume für die restliche TVM-Mannschaft, die nun ihre große Qualität in der Breite unter Beweis stellte. So steckten die Hausherren auch die rote Karte für Philipp Tschürtz wegen eines Ellbogenschlags locker weg. Zumal mit Manuel Künkele nur kurz darauf auch ein SG-Spieler wegen eines Foulspiels disqualifiziert wurde, das er nicht begangen hatte.

Weinstadt kämpfte bis zum Schluss, fand aber nicht mehr zurück ins Spiel und kassierte im zweiten Durchgang schlichtweg zu viele Gegentreffer. So stand ein am Ende verdienter Sieg für die Mundelsheimer zu Buche – die ihrer Favoritenrolle in dieser Saison bislang mit Bravour gerecht werden.

SG Weinstadt: Schwegler, Zerweck; Künkele (2), Reber, Wilhelm (8/7), Louis (2), Striebich (3), Lederer (2), Freidel, Köhn, Stäudle (7), Heueck (5).

TV Mundelsheim: Deuring, Heidecker; J. Gassner (8), Bender (3), Wolf (3), Tschürtz (3), Müller (3/2), Escher (2), Irion, Berkemann (2), Stahl (1), Kizler (4), Michy (4), N. Gassner (2).

Souveräner Heimsieg

M1: SG Weinstadt – Hbi Weilimdorf/Feuerbach 26:20 (13:9)

Einen deutlichen Heimsieg hat die Landesligamannschaft der SG Weinstadt gegen die Hbi Weilimdorf/Feuerbach eingefahren. Er hätte sogar noch höher ausfallen können: in der zweiten Halbzeit hatte der Vorsprung zwischenzeitlich neun Tore betragen. Weinstadt war vor rund 350 Zuschauern furios in die Partie gestartet: 5:0 stand es nach sieben Minuten. Da hatte Manuel Künkele, der den verletzten Sebastian Striebich im Rückraum vertrat, bereits drei Treffer erzielt. Der gut aufgelegte Marc Rühle trieb seine Weinstädter an und drückte mächtig aufs Tempo: Noch ehe die Stuttgarter sich nach Ballverlusten in der Defensive aufgestellt hatten, rauschte die zweite Welle der SG bereits auf sie zu.

Unterbrochen wurde der Weinstädter Lauf von einer Verletzung des Weinstädter Spielmachers. Bei einem unglücklichen Zusammenstoß mit Hbi-Rückraumspieler Jan Diller zog sich Marc Rühle einen stark blutenden Cut über dem Auge zu. Für ihn war die Partie beendet, er wurde im Krankenhaus mit drei Stichen genäht. Sein Einsatz am kommenden Wochenende ist fraglich. Tolle Geste: Schon am Sonntag meldete sich Gegenspieler Jan Diller beim Unglücksraben und wünschte gute Besserung.

Im Weinstädter Spiel sorgte Rühles Verletzung für einen kleinen Bruch. Die Gäste kamen besser ins Spiel,  waren beim 8:7 in der 19. Minute wieder auf Tuchfühlung. In den Schlussminuten waren es dann die Weinstädter Außenspieler, die für ein kleines Polster zur Halbzeitpause sorgten: Sören Köhn und Manuel Heueck ließen dem Gästekeeper mit spektakulären Treffern keine Chance. Beim 13:9 wurden die Seiten gewechselt.

Die ersten beiden Treffer der zweiten Halbzeit erzielten die Gäste, dann übernahm Weinstadt das Kommando. Angetrieben von Fangesängen zog die SG von 13:11 auf 20:11 davon – nach 45 Minuten war das Spiel entschieden. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torwart – Tristan Schwegler hielt in dieser Phase alles, was auf sein Gehäuse kam – legte den Grundstein für den Erfolg. Vorne spielte Weinstadt variabel, knackte die Gästeabwehr spielerisch. Als SG-Trainer Olaf Steinke in den Schlussminuten munter durchwechselte, verkürzte der Hbi den Vorsprung noch etwas –  Steinkes Stolz auf die beherzte Leistung seiner Mannschaft tat das keinen Abbruch.

Weinstadt schlägt Waiblingen

M1 Verbandspokal: SG Weinstadt – VfL Waiblingen 29:28 (15:12)
Die SG Weinstadt hat in der zweiten Runde des Verbandspokals für die nächste Überraschung gesorgt: In der Endersbacher Halle besiegte das Team von Trainer Olaf Steinke die klassenhöheren „Waiblingen Tigers“. Schon in der ersten Runde hatte Weinstadt mit dem SKV Oberstenfeld einen Württemberglisten aus dem Wettbewerb geworfen.
Die SG drückte am Dienstagabend von Anfang an aufs Gas und egalisierte die ersten Führungstreffer der Gäste postwendend über schnelle Gegenstöße und die zweite Welle. Mit konzentrierter Abwehrarbeit und geduldigem Angriffsspiel übernahmen die Gastgeber das Kommando auf dem Platz. Klug bediente der Weinstädter Rückraum Kreis- und Außenspieler und setzte sich Tor um Tor ab. Waiblingen fand nur selten eine Lücke in der kompakten Weinstädter Abwehr, auch der Einsatz eines siebten Feldspielers zündete nicht – dafür erzielte SG-Keeper Lukas Zerweck seinen ersten Saisontreffer mit einem Wurf über das gesamte Feld. Beim verdienten Drei-Tore-Vorsprung für Weinstadt wurden die Seiten gewechselt.

Die SG behält die Nerven

Im zweiten Durchgang kam Waiblingen zunächst besser ins Spiel. Technische Fehler und überhastete Aktionen häuften sich im SG-Angriff, beim 18:18 wenige Minuten nach Wiederanpfiff drohte das Spiel zu kippen. Doch die SG behielt die Nerven: Spielmacher Marc Rühle führte klug Regie, Neuzugang Kai Reber machte ein klasse Spiel, Linksaußen Manuel Heueck netzte auch aus ganz spitzem Winkel ein. Einige sehenswerte SG-Treffer und gescheiterte VfL-Angriffe später war Weinstadt wieder auf Kurs. Fünf Minuten vor Schluss führten die Hausherren mit 27:23. Nun machte sich allerdings Nervosität im Weinstädter Spiel breit. Die „Tigers“ stellten auf eine zweifache Manndeckung um, eroberten sich Ball um Ball und kamen der SG kurz vor Schluss gefährlich nahe. Heuecks wichtigster Treffer eineinhalb Minuten vor Schluss brachte die SG mit zwei Toren in Führung. Waiblingen schaffte den Anschluss zum 28:29. Weinstadt scheiterte wenige Sekunden vor dem Abpfiff am VfL-Schlussmann, wurde aber von der Schlusssirene gerettet, die Sekundenbruchteile vor dem Ausgleichstreffer durch VfL-Kreisläufer Lukas Baumgarten ertönte.
So erspielten sich die Weinstädter einen unterm Strich sicherlich verdienten Sieg in diesem Derby mit Seltenheitswert – und entwickeln sich im Verbandspokal mehr und mehr zum Favoritenschreck.

Deutliche Niederlage im Derby

M1: SV Hohenacker-Neustadt – SG Weinstadt 34:27 (15:12)

Die SG Weinstadt ist ihrer Favoritenrolle im Derby gegen die SV Hohenacker-Neustadt nicht gerecht geworden. Die Heimmannschaft verließ nach 60 teils nervenaufreibenden Minuten den Platz als verdienter Sieger. Weinstadt kassierte so im dritten Spiel der Saison die zweite Niederlage und bleibt auswärts ohne Punktgewinn.

Die Partie hatte ausgeglichen begonnen, bis zum 12:12 in der 26. Minute konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Weinstadt vergab zwar zahlreiche Tormöglichkeiten und kassierte über die Rückraumpositionen zu viele Gegentreffer, zwang aber auch die Hausherren zu Fehlern. Eine entscheidende Szene läutete nach rund einer Viertelstunde die Niederlage der Gäste ein: Timo Lederer wurde beim Abschluss heftig gefoult, die Schiedsrichter berieten über eine mögliche rote Karte, entschieden aber schließlich auf eine gnädige Zwei-Minuten-Strafe. Für den Weinstädter Kreisläufer freilich war die Partie beendet, sein Einsatz im Pokalspiel gegen den VfL Waiblingen am Dienstag (18 Uhr, Endersbach) ist fraglich. Lederer fehlte den sowieso ersatzgeschwächten Weinstädtern nun in Abwehr und Angriff – was dem Spiel der Gäste nicht gut tat.

Es erklärt allerdings nicht, warum die Weinstädter in den Schlussminuten der ersten Halbzeit komplett den Faden verloren und die Gastgeber geradezu zum Toreschießen einluden. Höchst unnötig ging die SG mit drei Toren Rückstand in die Pause.

In die zweite Hälfte startete Weinstadt gut, zwei schnelle Tore besorgten den Anschluss. Dann allerdings nahm die SV Fahrt auf, Weinstadt leistete sich Anfängerfehler in Abwehr und Angriff und geriet immer deutlicher ins Hintertreffen: beim 22:15 nur neun Minuten nach Wiederanpfiff war die Partie entschieden. Offensivere Deckungsvarianten und der Einsatz des siebten Feldspielers verpufften, Hohenacker-Neustadt ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und siegte am Ende überraschend souverän mit 34:27.

Eine Randnotiz blieb die Disqualifikation für SG-Spieler Kevin Freidel kurz vor Schluss: Nach einer ungeschickten Aktion des Verteidigers berieten sich die Schiedsrichter zum zweiten Mal an diesem Nachmittag – und fanden zur Verwunderung aller Anwesenden nun doch noch eine rote Karte in ihrer Hosentasche. Eine Sperre wird diese Disqualifikation allerdings nicht zur Folge haben.

 

SV Hohenacker-Neustadt: Rudolf, Seidel, Köhn, Laribi (9), Schabel, Schindlbeck (2), Gonschorek (1), Schulz (3), Haag (3), Widholm (1), Hönig (9/3), Lidle (3), Maierhöfer (2), Gutheinz (1), Seibold
SG Weinstadt: Schwegler, Zerweck; M. Künkele (3/3), Reber (2), D. Künkele, Louis, Brianinovic, Rühle (2/2), Striebich (4), Lederer (1/1), Freidel, Köhn (4), Myrberg (2), Heueck (9).

 

Weinstadt lässt dem Aufsteiger keine Chance

M1: SG Weinstadt – SG Degmarn/Oedheim 36:22 (16:11)
Souverän hat die SG Weinstadt ihre Pflichtaufgabe im ersten Landesliga-Heimspiel gegen den Aufsteiger SG Degmarn/Oedheim erledigt. Lediglich in den Anfangsminuten der Partie hielten die flinken Gäste mit den Hausherren mit. Beim Stand von 3:3 drehte Weinstadt auf, setzte sich auf 8:3 ab und gab den Sieg nicht mehr aus der Hand.

Besonders tat sich bei den Weinstädtern Manuel Heueck hervor, der von Linksaußen auch aus spitzem Winkel einnetzte und am Ende auf zehn Treffer kam. Ebenfalls sehr gut aufgelegt war Rückraum Mitte Marc Rühle, der das Weinstädter Spiel geschickt lenkte und selbst Torgefahr ausstrahlte. Überhaupt: Hatte es bei der Schlappe in Flein noch an Bewegung und Durchschlagskraft im Weinstädter Spiel gemangelt, zeigte sich die gesamte Offensive im zweiten Saisonspiel stark verbessert. Wie schon im ersten Spiel stand auch die SG-Abwehr stabil.

So kam ein deutlicher, auch in der Höhe verdienter Sieg gegen einen Aufsteiger heraus, der mit Sicherheit noch die ein oder andere Landesligamannschaft ärgern wird – an diesem Tag aber ohne Chance blieb.

Herbe Niederlage in Flein

M1 (LL): TV Flein – SG Weinstadt 25:16 (13:10)

Eine desaströse Angriffsleistung hat der SG Weinstadt im ersten Saisonspiel beim Württembergliga-Absteiger TV Flein eine deutliche Schlappe beschert. Nachdem Weinstadt zur Pause noch auf Schlagdistanz war (13:10), geriet das Team in der zweiten Halbzeit unter die Räder: Gerade einmal sechs Treffer erzielten die Gäste noch bis zum Schlusspfiff.

Das lag zum einen daran, dass die Weinstädter ihr bewährtes Tempospiel vermissen ließen und es dem hochgewachsenen Mittelblock der Fleiner oft viel zu einfach machten, zum anderen an der starken Torhüterleistung des TV-Schlussmanns: Die SG erspielte sich zwar einige gute Torchancen, scheiterte aber zig Male an Philipp Rupprecht. Dass die Weinstädter Abwehrleistung über weite Strecken stimmte und auch Rupprechts Gegenüber Tristan Schwegler eine gute Leistung zeigte, war am Ende ein schwacher Trost für SG-Trainer Olaf Steinke und die mitgereisten Fans.

Gegen den Aufsteiger SG Degmar/Oedheim will es das Team am kommenden Samstag, 20 Uhr, in der Beutelsbacher Halle besser machen.

SG Weinstadt: Schwegler, Zerweck; Reber (1), Wilhelm (3/2), Louis (1), Brianinovic (1), Boland (2), Rühle (2/1), Striebich (2), Lederer, Freidel, Köhn (2), Stäudle, Heueck (2).