Bezirksquali wC1:
SGW – SG Schorndorf 14:10
SGW – Hbi Weilimdorf/Feuerbach 11:20

Die weibliche C1 hat am Samstag in der Hugo-Kunzi-Halle in Feuerbach mit einem hart umkämpften 14:10 Sieg gegen die SG Schorndorf ihr Etappenziel erreicht. Als Tabellendritter geht es nun am 9. und 16. Juni in der HVW-Quali gegen andere Bezirke um die begehrten Startplätze für die Landesliga zur neuen Saison 2018/2019.

Die Vorzeichen waren klar: Nach dem deutlichen Erfolg gegen die HSG Winterbach/Weiler vor zwei Wochen und der Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers gab es gegen die SG Schorndorf ein Endspiel um den begehrten 3. Tabellenplatz. Die SG-Mädels waren gewarnt, schließlich trotzten die Daimlerstädterinnen den favorisierten Kickers ein Unentschieden ab und gingen damit leicht favorisiert in die Partie. Eigentlich sollten die dezimierten SG-Mädels (Alina Jöckel verletzt, Katja Rühle, Marlene Schmid und Lara Stiebing auf Familienfeierlichkeiten) nach den letzten Trainingseinheiten und vor allem nach dem intensiven Trainingsspiel vom Donnerstag gegen die spielstarke Truppe der SG Schozach/Bottwartal gut vorbereitet in die Partie gehen. Diesen Schwung konnte die junge SG-Truppe allerdings abermals nicht mitnehmen und startete vollkommen verunsichert in die Partie. Anstatt von Beginn an in Führung zu gehen und damit gegen den spielerisch keineswegs überzeugenden Gegner die Weichen auf Sieg zu stellen wurde unplatziert abgeschlossen und in der Abwehr gegen die einzig gefährliche Akteurin im Rückraum zu nachlässig agiert. Folge war ein früher 0:3-Rückstand. Erst in der 6. Spielminute beendete Anna Vogl die Torflaute, was die Mannschaft offenbar wachrüttelte und mit einem 6:1-Lauf nach 11 Minuten die Partie beim Stand von 6:4 gedreht war. Schorndorf spulte weiter seine One-Woman-Show durch Maja Seeger ab, die alleine 9 der insgesamt 10 Schorndorfer Treffer erzielte, bei der SG setzte sich zunehmend die spielerische Klasse durch, ohne allerdings vollends zu überzeugen. Alle vier Strafwürfe wurden verworfen und darüberhinaus weitere sieben sogenannte 100%ige, sodass es die Weinstädterinnen frühzeitig verpassten, für Entspannung zu sorgen. Schließlich stand nach 25 Minuten ein umkämpfter 14:10-Erfolg auf der Anzeigentafel – zur Erleichterung aller SGlerinnen war Platz 3 in der Vorquali damit geschafft!

Die Vorzeichen im zweiten Spiel waren klar: Gegen die mit HVW-Auswahlspielerinnen gespickte Hbi Weilimdorf/Feuerbach wollte sich die im Schnitt ein Jahr jüngere SG-Truppe möglichst teuer verkaufen und trotz der Bedeutungslosigkeit der Begegnung nochmals befreit aufspielen und die Gastgeber zumindest etwas ärgern. Zunächst spielten die Hbi-lerinnen ihre spielerische und körperliche Überlegenheit gnadenlos aus, über ein 3:0 war nach knapp 7 Minuten bereits ein komfortabler 6-Tore-Vorsprung (8:2) herausgespielt worden. Die Weinstädter Mädels zeigten allerdings im weiteren Spielverlauf eine tolle Moral und hielten nach Kräften dagegen. Vorne wurden über die zweite Kreisläuferin immer wieder Lücken in der Hbi-Abwehr gerissen und mit der Aggresivität in der Deckung schien der Angriff der Gastgeber auch nicht gerechnet zu haben. Beim 4:9 aus SG-Sicht bat der Hbi-Coach seine Damen dann zum Rapport – sichtlich unzufrieden mit der Spielweise der Oberligaerfahrenen Truppe. Anna Vogl mit einem Doppelpack brachte die SG-Mädels beim 6:9 sogar wieder in Schlagdistanz, woraufhin die Hbi seinerseits mit einem 5:0-Lauf konterte und beim 14:6 in der 17. Minute wieder einen komfortablen Vorsprung herausgespielt hatte. Mit wahnsinnigem Kampfgeist und unter Mobilisierung der letzten Reserven hielten die SG-Mädels die letzten acht Spielminuten voll dagegen und beendeten die Partie schließlich mit einer 11:20-Niederlage. Wenngleich das Ergebnis deutlich ausfiel – mit der bis dahin besten Saisonleistung zeigten die Weinstadt-Mädels, dass sie zurecht zu den besten drei C-Jugend-Teams im Bezirk gehören und damit voller Zuversicht in die nächsten Qualispiele im Juni gehen können.

SG Weinstadt: Lavinia Weißer (Tor); Lea Gabler (4/1), Anna Vogl (6), Larissa Wernert (3), Melina Oesterle  (1), Franka Schott (4), Lea Johansen (2), Julie Gräter (2/1), Natalie Lumm (3)