Manuel Künkele ist in der Abwehr eine Bank.

M1: SG Weinstadt – Hbi Weilimdorf/Feuerbach 26:20 (13:9)

Einen deutlichen Heimsieg hat die Landesligamannschaft der SG Weinstadt gegen die Hbi Weilimdorf/Feuerbach eingefahren. Er hätte sogar noch höher ausfallen können: in der zweiten Halbzeit hatte der Vorsprung zwischenzeitlich neun Tore betragen. Weinstadt war vor rund 350 Zuschauern furios in die Partie gestartet: 5:0 stand es nach sieben Minuten. Da hatte Manuel Künkele, der den verletzten Sebastian Striebich im Rückraum vertrat, bereits drei Treffer erzielt. Der gut aufgelegte Marc Rühle trieb seine Weinstädter an und drückte mächtig aufs Tempo: Noch ehe die Stuttgarter sich nach Ballverlusten in der Defensive aufgestellt hatten, rauschte die zweite Welle der SG bereits auf sie zu.

Unterbrochen wurde der Weinstädter Lauf von einer Verletzung des Weinstädter Spielmachers. Bei einem unglücklichen Zusammenstoß mit Hbi-Rückraumspieler Jan Diller zog sich Marc Rühle einen stark blutenden Cut über dem Auge zu. Für ihn war die Partie beendet, er wurde im Krankenhaus mit drei Stichen genäht. Sein Einsatz am kommenden Wochenende ist fraglich. Tolle Geste: Schon am Sonntag meldete sich Gegenspieler Jan Diller beim Unglücksraben und wünschte gute Besserung.

Im Weinstädter Spiel sorgte Rühles Verletzung für einen kleinen Bruch. Die Gäste kamen besser ins Spiel,  waren beim 8:7 in der 19. Minute wieder auf Tuchfühlung. In den Schlussminuten waren es dann die Weinstädter Außenspieler, die für ein kleines Polster zur Halbzeitpause sorgten: Sören Köhn und Manuel Heueck ließen dem Gästekeeper mit spektakulären Treffern keine Chance. Beim 13:9 wurden die Seiten gewechselt.

Die ersten beiden Treffer der zweiten Halbzeit erzielten die Gäste, dann übernahm Weinstadt das Kommando. Angetrieben von Fangesängen zog die SG von 13:11 auf 20:11 davon – nach 45 Minuten war das Spiel entschieden. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torwart – Tristan Schwegler hielt in dieser Phase alles, was auf sein Gehäuse kam – legte den Grundstein für den Erfolg. Vorne spielte Weinstadt variabel, knackte die Gästeabwehr spielerisch. Als SG-Trainer Olaf Steinke in den Schlussminuten munter durchwechselte, verkürzte der Hbi den Vorsprung noch etwas –  Steinkes Stolz auf die beherzte Leistung seiner Mannschaft tat das keinen Abbruch.